Heikendorf ist Fairtrade-Town

Heikendorf reiht sich ein in die Reihe der Fairtrade-Towns. Am 6. November konnten im Rathaus gleich zwei Auszeichnungen verliehen werden. Denn nicht nur die Gemeinde Heikendorf, sondern auch das Heinrich-Heine-Gymnasium erfüllt die Kriterien des Vereins Transfair. Den Schüler*innen der Fairtrade-AG des Heikendorfer Gymnasiums und der Steuerungsgruppe war es gelungen, das Rathaus, die Kirchengemeinde und 14 Geschäfte und gastronomische Betriebe für den fairen Handel zu überzeugen. Was für ein toller Erfolg!

Zusammen mit dem Lehrer Dr. Thorsten Bell holten sie den Imorteur des Kilimanjarokaffees Ulrich Dagge (damals Leiter des Weltladens), die Geschäftsfrau Gesa Pekrun (Reformhaus Dr. Engmann) und die Gemeindevertreterin Nicola Specker (heute Stellv. Bürgermeisterin) ins Boot.

In Heikendorf kann man nun an vielen Orten Tee, Kaffee, Schokolade, Wein und vieles mehr genießen. Man findet auch faire Rosen aus Kenia und faire Kleidung. Das Fairtrade-Siegel garantiert den Produzenten, meist aus den Südlichen Ländern angemessenen Lohn für ihre Arbeit. Kinderarbeit und andere ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sind ausgeschlossen. Dafür wird zusätzlich in soziale Projekte und  Bildung investiert.

Weil es keine Alternative zu einem gerechteren Welthandel gibt, soll es auch weiter gehen. Aktionen, Informationen und die Erweiterung der fairen Produktangebote stehen auf der To-do-Liste. In zwei Jahren muss schließlich der Titel neu verdient werden. Die Gemeinde Mönkeberg ist angespornt, es Heikendorf gleich zu tun. Zusammen mit Kiel könnte sich so rund um die Förde ein immer breiteres Angebot fairer Waren entwickeln.

Verleihung der Ukrunde Fairtrade-Town im Rathaus Heikendorf am 6. November 2018
Die Verleihung der Auszeichnung Fairtrade-Town in Heikendorf, Foto: Jutta Briel

Von links: Dr. Torsten Bell, Bürgermeister Tade Peetz, Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz, Ulrich Dagge und Nicola Specker.